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FAQs – Fragen und Antworten zur Elektromobilität

Elektromobilität ist aktueller als je zuvor – eine Technologiewende der Verkehrs- und Transportmittel hat bereits begonnen und soll in den kommenden Jahren durchdringend vollzogen werden. Die Technologie, die hinter der Elektromobilität steht, ist eine vollkommen andere, als bei einer Energiegewinnung durch einen Verbrennungsmotor. Zudem gibt es auch verschiedene technologische Möglichkeiten, Elektromobilität umzusetzen. Nachfolgend geben wir Ihnen Antworten auf die wesentlichsten Fragen, die auftauchen, wenn ein Fahrzeug oder Schiff mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet werden soll.

Sollten Sie in den aufgelisteten Fragen und Antworten keine Antwort auf Ihre Frage finden, freuen wir uns, Ihnen diese direkt beantworten zu dürfen.

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Elektrifizierung von Schiffen

Was sind die Vorteile von diesel-elektrischen Schiffsantrieben?

  • keine unterschiedlichen Treibstoffe, die den Motor beim Wechsel schädigen könnten
  • Einhaltung der MARPOL-Grenzwerte und somit keine Arretierung des Schiffs
  • die Umrüstung alter Schiffe zu diesel-elektrischen Hybriden ist kein Problem
  • durchqueren aller geschützten Gebiete (Antarktis) ist kein Problem
  • 25 Prozent Kraftstoffersparnis
  • sehr hoher Wirkungsgrad
  • idealer Drehzahlbereich
  • höhere Ausfallsicherheit der Motoren
  • schnelle Stromregelung durch „Diesel-electric Powermanagement“
  • vollkommen emissionsfrei und geräuschlos
  • eine stark verbesserte Manövrierfähigkeit und ein besseres Positionsverhalten mit Drehzahlen ab 20 U/min
  • langlebige und sehr wartungsarme Auslegung möglich
  • sehr hohe Verbrauchsoptimierung speziell im Bereich Bordnetzerzeugung

Wie ist die Wirtschaftlichkeit diesel-elektrischer Schiffe?

  • "Multiplikator-Effekt", die Kosten für etwaige Folgeprojekte sinken
  • Optimale Nutzung des Brennstoffs
  • Optimierter Betriebszustand der Dieselmotoren
  • Minimale Stillstandzeiten des Antriebssystems

Wie sehen die Abgasvorschriften für Schiffe aus?

Außerhalb der ECAs (Emission Control Areas) darf Schiffstreibstoff weltweit nicht mehr als 3,5 Prozent Schwefel enthalten. Faktisch fahren die meisten Schiffe mit Treibstoffen, die durchschnittlich rund 2,5 Prozent Schwefel enthalten. Seit dem 1. Januar 2015 an gilt für die nordamerikanische ECA sowie die U.S. Caribbean Emission Area ein Grenzwert von 0,1 Prozent Schwefel in sämtlichen Treibstoffarten (vor der kalifornischen Küste bereits ab 1. Januar 2014).

Von 2016 an gelten für ECAs strengere Grenzwerte für Stickoxide (NOx), gemäß MARPOL Annes VI die Stufe 3 (Tier III), und zwar äquivalent zu Tier II hier nur für Schiffe, die nach dem 1. Januar 2016 gebaut werden. Die Grenzwerte liegen je nach Drehzahl zwischen 2,0 und 3,4 g/kWh, also bei einem Drittel bis Viertel der Werte außerhalb der ECAs.

Von 1. Januar 2020 an darf Schiffstreibstoff innerhalb und auch außerhalb der ECAs nicht mehr als 0,5 Prozent Schwefel enthalten. Strengere Regelungen sieht hier allerdings die EU vor: Innerhalb der EU-Gewässer (zwölf Seemeilen von der Küstenlinie) tritt die 0,5-Prozent-Grenze in jedem Fall 2020 in Kraft. Ausnahmen gibt es nur für Schiffe, die im jeweiligen Einzelfall nachweisen können, dass sie den nötigen Treibstoff auf ihrer Fahrtroute nicht beziehen konnten.

Was sind die Vorteile von LNG-elektrischen Schiffsantrieben? (Flüssiggas-elektrisch)

  • Die globalen Gasvorräte sind größer als die Erdölvorkommen, dies schlägt sich auf den Preis nieder.
  • LNG wird auf minus 162 Grad Celsius heruntergekühlt und dadurch flüssig. Dabei sinkt das ursprüngliche Volumen erheblich und kann in Tankern über große Entfernungen befördert werden.
  • LNG besteht aus Methan und könnte in der Schifffahrt die Emissionen von CO² um 30 Prozent sowie von Schwefeldioxid, Feinstaub und Stickoxiden um mehr als 90 Prozent reduzieren.
  • 15 Prozent mehr Wirkungsgrad zu diesel-elektrischen Antrieben.

Was sind die Nachteile von LNG-elektrischen Schiffsantrieben? (Flüssiggas-elektrisch)

  • Keine Emissionen (Batterie-elektrisch) sind immer noch besser als wenig Emissionen.
  • Auch unsere Erdgasvorkommen werden irgendwann zur Neige gehen, genauso wie andere fossile Brennstoffe.
  • Bei einem Neubau steigen die Kosten um 25 Prozent - ein Umbau lohnt sich aufgrund der hohen Kosten für ein Frachtschiff meist nicht.
  • Eine Infrastruktur für Flüssiggas gibt es nicht. LNG kann so gut wie nirgends getankt werden. Es gibt nicht mal einen richtigen Markt dafür.

Elektrifizierung von Baumaschinen

Was sind die Vorteile von elektrischen Baumaschinen?

Voll elektrische Baumaschinen können die entscheidenden Vorteile gegenüber konventionellen Systemen aufweisen.

  • Hoher Wirkungsgrad
  • Keine Abgasemissionen bei gleichen Leistungsdaten
  • Feinfühligere Ansprache 
  • Uneingeschränkter Einsatz in geschlossenen Räumen und unter Tage
  • Weniger Lärmemissionen
  • Kein Energieverbrauch im Leerlauf
  • Energierückgewinnung durch Rekuperation (z.B. beim Bremsen)

Mit unserem Produktportfolio unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft des Baugewerbes. Der mobile Umrichter VECTOPOWER VP600 wurde erfolgreich in Systemen wie dem Elektrobus Sileo und der Solarfähre Opal eingesetzt.

Auch für Ihr Projekt findet unser E-Mobility Team die passende Lösung.

 Der Sileo im Überblick

 Informationen zum Expeditionsschiff Opal

Was sind die Vorteile von hybriden Baumaschinen?

Das Beste aus beiden Welten vereinen. Elektrohybrid Baumaschinen haben mehrere entscheidende Vorteile gegenüber den konventionellen Systemen:

  • Geringerer Energieverbrauch bei gleicher Leistung
  • Verbrennungsmotor arbeitet im Drehzahlbereich des besten Wirkungsgrads
  • Kleinere Katalysatoren zur Abgasreinigung
  • Redundanzen 
  • Bis zu 20 Prozent schnelleres Beschleunigen

Wir unterstützen Sie und Ihr Unternehmen mit unserem Produktportfolio auf dem Weg in die Zukunft des Baugewerbes. ARADEX Lösungen wurden bereits erfolgreich in einem Hybrid Raupenbagger verwendet, welcher bei jeder Bewegung der Baggerschaufel bis zu 25 Prozent Energie einspart. Auch im Bereich der Kleintransporte wurde mit dem ELENA ein System mitentwickelt, welches sich durch seine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten auszeichnet.

Auch für Ihr Projekt findet unser E-Mobility Team die passende Lösung.

Wie intensiv ist die Wartung von voll elektrischen Baumaschinen?

Voll elektrische Baumaschinen zu warten, ist nicht aufwendiger als die von konventionell Angetriebenen. Weniger bewegliche Teile und verminderte Vibrationen sorgen für geringeren Verschleiß und längere Wartungsintervalle. So sind weniger Stillstandszeiten nötig und die Maschine amortisiert sich schneller. 

Die elektrische Bremse bei voll elektrisch angetriebenen Baumaschinen ist generell wartungsfrei und sorgt gleichzeitig für die Rückführung der Bremsenergie in das System. ARADEX Systeme machen es möglich, Maschinen mit noch wartungsärmeren Asynchronmotoren zu konstruieren und zu betreiben. Diese Motoren sind günstiger in der Anschaffung, robuster und bieten eine erhöhte Überlastsicherheit. 

Nicht nur mit unseren Produkten, sondern auch mit Service & Dienstleistungen unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen auf dem Weg in die Zukunft des Baugewerbes. Erfolgreich wurden bereits ARADEX Lösungen in einem Hybrid Raupenbagger verwendet, welcher bei jeder Bewegung der Baggerschaufel bis zu 25 Prozent Energie einspart.

Auch für Ihr Projekt findet unser E-Mobility Team die passende Lösung.

Wie sind Umweltschutz und voll elektrifizierte Baumaschinen vereinbar?

Weniger Belastung von Mensch und Umwelt durch Abgase oder Lärmbelastung. Die CO²-Bilanz fällt deutlich und auch die in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gerückten Feinstaubpartikel sind bei einer vollen Elektrifizierung nicht existent. Diese Feinstaubregularien sind in Form von Partikelemissionsbegrenzung bei Fahrzeugen und Baumaschinen in einigen Städten Deutschlands, wie Berlin und Bremen, bereits fest in die vergaberechtlichen Entscheidungen von Bauleistungen eingegangen.  

Seit 2015 sind alle Kommunen verpflichtet, den Grenzwert für den gesundheitsschädlichen Stoff einzuhalten. Besonders stetig wachsende Städte wie Stuttgart oder München müssen zusätzlich Maßnahmen ergreifen, um die Luftbelastung insbesondere durch Stickstoffdioxid und Feinstaub zu senken. Doch voll elektrischen Maschinen kommt nicht nur die Emissionsfreiheit zugute, die Kommunen und Städte profitieren auch von einer geringeren Gefährdung der Umwelt durch austretende Öle oder andere Gefahrenstoffe.

Sollten Sie weitere Fragen haben, die es zu beantworten gilt, zögern Sie nicht, uns zu schreiben. Unser Vertrieb freut sich, Ihnen weiterhelfen zu können.

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